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Radwegebauprojekt
„Aufsatteln für den Klimaschutz im ländlichen Raum“
Macht mit – steigt auf´s Rad“
Förderzeitraum 2024 - 2028

Förderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundes

Förderkennzeichen: 67KBR0155A
Bewilligungszeitraum: 01.07.2024 – 30.06.2028

Lückenschlüsse im bestehenden Radwegenetz im ländlichen Raum zwischen den Kommunen –  Nachhaltig und gesund - Rad fahren!

Sieben nordfriesische Gemeinden haben sich für das Projekt "Aufsatteln für den Klimaschutz im ländlichen Raum" zusammengetan. Sie wollen damit den Radverkehr in ihrer Region nachhaltig fördern. Die Kommunen liegen innerhalb der zwei Ämter Mittleres Nordfriesland (Bargum, Langenhorn) sowie Südtondern (Enge-Sande, Risum-Lindholm, Westre, Ladelund, Bramstedtlund).

Lückenschluss entlang der L 1 (Westre, Ladelund und Bramstedtlund)

Bei den zu berücksichtigenden Teilabschnitten der L 1 zwischen den Gemeinden Westre und Ladelund bzw. Ladelund und Bramstedtlund handelt es sich um eine außerorts gelegene Landesstraße mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von ca. 1.730 Kfz/ 24 h. Der Schwerverkehrsanteil liegt bei ca. 24 %. Insbesondere das hohe Schwerverkehrsaufkommen begründet hier, neben der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/ h, die Erforderlichkeit einer von der Fahrbahn getrennten Radverkehrsanlage.

 

radweg l1 01radweg l1 02

Abb.: L 1 in den Gemeinden Westre, Ladelund, Bramstedtlund

 

Auf lokaler Ebene besitzt die Verbindung eine hohe Bedeutung für die Anbindung von benachbarten Gemeinden innerhalb eng vernetzter dörflicher Strukturen und entsprechend hohen Mobilitätsbedürfnissen für Wegebeziehungen zwischen den Nachbargemeinden. Insbesondere Ladelund stellt als Versorgungsstandort für den Kooperationsraum Ladelund, Bramstedtlund, Westre, Karlum ein wichtig zu erreichendes Ziel für den Alltagsradverkehr dar (Daseinsvorsorge, Umstiegspunkt ÖV-Rad, Schulstandort, Freizeiteinrichtungen, Schwimmbad). Zudem wird durch den angestrebten Lückenschluss eine durchgängige Verbindung aus den Projektgemeinden in den ländlichen Zentralort Süderlügum geschaffen. Im weiteren Verlauf sind somit auch Lückenschlüsse in Richtung Niebüll und Leck gegeben sowie die Anbindung an die Nordseeküste und den Nordseeküsten-Radweg.

Auf überregionaler Ebene stellt die betrachtete Verbindung ein wichtiges Teilstück für eine durchgängige und sichere Verbindung nach Flensburg als Oberzentrum sowie eine zusätzliche, für den Alltagsradverkehr geeignete Alternative für den insbesondere in den Sommermonaten durch Landwirtschaft und Tourismus hoch frequentierten Fernradweg „Grenzroute Deutschland-Dänemark“ dar. Für den Radtourismus und den Freizeitradverkehr wird auch eine bessere Erreichbarkeit des in der Region beliebten Ausflugsziels des Naturschwimmbads in Ladelund mit ca. 40.000 jährlichen Besucher*innen – viele auch aus Dänemark – sowie des dort befindlichen Camping- und Wohnmobilstellplatz und einer geplanten Ferienhaussiedlung geschaffen. Darüber hinaus bekommt diese Verbindung mit Blick auf die Reaktivierung des Gerätedepots Ladelund mit ca. 80 Arbeitsplätzen für die eine attraktive Arbeitsplatzanbindung geschaffen wird, eine weitere große Bedeutung zu.

Es ist geplant, einen einseitig geführten gemeinsamer Geh- und Radweg (Z240) im Zweirichtungsverkehr zu errichten. Die vorgesehene Ausbaubreite von 3,00 m zzgl. einem Sicherheitstrennstreifen zur Fahrbahn von mind. 1,75 m entspricht den Entwurfsständen der in Überarbeitung befindlichen Regelwerke und berücksichtigt somit die Anforderungen des zukunftsorientierten Radverkehrs („länger, schneller, breiter“). Der Ausbau ist über eine Länge von ca. 7,5 km geplant. Für die Radwegführung entlang der L 1 wurde vom Ortsausgang Westre bis Ortseingang Ladelund sowie von Ladelund nach Bramstedtlund die West- bzw. Südseite gewählt. Ein ausreichender Sicherheitstrennstreifen ist bereits durch die geplante Führung des Radwegs neben dem unmittelbar entlang der Straße verlaufenen Grabens gegeben. Anschlüsse an vor- und nachgelagerte Radverkehrsanlagen werden berücksichtigt und sichergestellt. Ggf. über kurze Abschnitte nicht zu vermeidende Engstellen unterschreiten in den Planungen Ausbaubreiten von 2,50 m nicht. Es ist die direkte Anbindung an das vorhandene Radwegenetz in Westre Richtung Süderlügum möglich. Die bestehende Radverkehrsanlage in der Ortslage Ladelund befindet sich ebenfalls auf der Südseite der Landesstraße, sodass das Kreuzen der Landesstraße vermieden wird.

Die geplante Radverkehrsanlage entlang der L 1 liegt auf den Gemeindegebiet den Gemeinden Ladelund, Westre und Bramstedtlund. Sie wird kostentechnisch entsprechend anteilig an den Gesamtkosten und respektierlich der zu berücksichtigenden Längen auf den jeweiligen Gemeindegebieten der Gemeinden zugeordnet (Ladelund: 3.767 m, Bramstedtlund: 2.333 m, Westre: 1.436 m).

Aktueller Sachstand (Stand März 2026):

  • Die Flächensicherung konnte zwischenzeitlich abgeschlossen werden.
  • Die Ausschreibung der Baumaßnahme befindet sich in der Vorbereitung.

https://www.amt-suedtondern.de/media/custom/2861_22236_1.PDF?1749712795(Flyer Radwegeprojekt)

https://www.amt-suedtondern.de/media/custom/2861_22337_1.PDF?1751615055(Zeitungsartikel Juni 2025)

https://www.amt-suedtondern.de/redirect.phtml?extlink=1&La=1&url_fid=2861.376.1(Beitrag Schleswig-Holstein Magazin vom 15.06.2025)

 

Fördermittelübergabe

Am 1. September 2025 fand die Fördermittelübergabe statt.

 

 

 

Flyer und Zeitungsartikel
Auftaktveranstaltung

Am 15.06.2025 wurde das Projekt im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vorgestellt. 

Nach einer Fahrradsternfahrt gab es bei Grillwurst und Erfrischungsgetränken Informationen über den Bau von 18 km neuen Radwegen, sowie ergänzend 70 zusätzlichen Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, Haltestellen und öffentlichen Plätzen. Auch Fahrradservicestationen sind geplant und ein gemeindeübergreifender Fahrradverleih als Angebotserweiterung im Sinne des Klimaschutzes und der Tourismusförderung. Das Projekt wird durch Bund, Land und Kreis gefördert.

Über die Veranstaltung wurde am Abend ein toller Beitrag im Schleswig-Holstein Magazin gezeigt.

Schleswig-Holstein Magazin vom 15.06.2025

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